Bei den gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen
verfeindeten Volksgruppen sind im Südsudan in der letzten Woche mehr als
3000 Menschen getötet worden. Das teilten örtliche Behörden mit. Unter
den Todesopfern seien fast 2200 Frauen und Kinder sowie mehr als 950
Männer, sagte der Verwaltungschef der Region Pibor, Joshua Konyi, am
Freitag. Die Vereinten Nationen sprachen zudem von rund 50.000
hilfsbedürftigen Menschen.
»Es gab Massentötungen, ein Massaker», sagte Konyi der
Nachrichtenagentur AFP. Unabhängige Angaben zu den Opferzahlen waren
zunächst nicht bekannt geworden. Die UNO hatte in der vergangenen Woche
lediglich von hunderten Toten gesprochen.
Bei Kämpfen zwischen den verfeindeten Stämmen im betroffenen Bundesstaat
Jonglei waren im vergangenen Jahr nach UN-Angaben mehr als 1100
Menschen getötet worden. Jonglei hat etwa die Größe Österreichs und der
Schweiz und ist kaum erschlossen. Infolge des Bürgerkriegs gibt es dort
jedoch große Waffenbestände. Der Raub von Vieh ist häufig Anlass für
blutige Rachefeldzüge.
15 Januar 2012 - 15:33
News ID: 290892
„Christliche Terrorgruppe Lord's Resistance Army" wütet dort seit einem Vierteljahrhundert